Ganzheitliches Personal & Business Coaching
Coaching und Inner Work Impulse
Ich beobachte häufig, dass Menschen neue Ideen oder Veränderungswünsche entweder - ein bisschen zwanghaft - sofort umsetzen müssen, oder sie Ewigkeiten "im Hinterkopf" mit sich herumschleppen.
Ersteres führt oft dazu, dass Ideen scheitern, obwohl sie gut sind und Veränderungen keinen Bestand haben, obwohl sie wichtig wären. Und die zweite Variante führt oft dazu, dass Ideen gar nicht erst umgesetzt werden oder zu so komplexen Ungetümen "reifen", dass sie an ihrer Komplexität scheitern.
Was hier oft fehlt, ist ein ganzheitliches Verständnis von Entwicklungsprozessen - die grundsätzlich sehr verschiedene Qualitäten in sich vereinen.
Ich nutze gerne den Jahreskreis zur Veranschaulichung von ganzheitlichem, natürlichem Wandel. Er ist schließlich einer der spürbarsten Iterationsloops der Natur. Er setzt sich aus vier Qualitäten zusammen, repräsentiert durch die Jahreszeiten. Diese Qualiäten sind jede für sich notwendig für lebendigen Wandel. In der Natur sind sie meisterlich ausbalanciert. In unserem Leben tragen wir die Verantwortung, für eine gute Balance zu sorgen. Ohne diese fehlen in Entwicklungsprozessen wichtige Elemente - und wie von allem gibt es natürlich auch von allem ein Zuviel.
Lass uns etwas tiefer in diese vier Phasen eintauchen.
Der Winter repräsentiert die Phase, in der vorangegangene Entwicklungserfahrungen sich setzen können und daraus Ideen im INNEREN entstehen, erwachen, bewusstwerden. Aus einer Fülle von Ideen werden in dieser Phase einzelne wie von selbst lauter und für die Umsetzung INNERLICH vorbereitet. Es geht darum, weniger zu tun, mehr zu empfangen. Ja: Es geht tatsächlich darum, einmal die Hände vom Steuer zu nehmen, um zu sehen, was ohne das eigene Zutun von selbst trägt und zu dir kommen möchte. Es geht darum, sich zu erholen von den vorangegangen Entwicklungsphasen, Kräfte zu sammeln und aufzubauen, sich dem Leben und dem natürlichen Flow hinzugeben. Diese Phase ist zugleich das Ende und der Anfang des Kreises.
Zu viel davon: Wir verharren im inspirierten Ideensammeln, ohne etwas zu tun.
Der Frühling steht für die Phase, in der Ideen und Veränderungswünsche aktiv angegangen werden - mit der Kraft und Neugier des neuen Anfangs. Hier fließt viel Energie und Anstrengung, hier erstrecken wir uns am weitesten und stärksten aus der Komfortzone bzw. aus dem Bereich des Bekannten heraus. Und hier herrscht der Beginners Mind: der "blauäugige" Blick des Kindes, der vor allem Möglichkeiten sieht, statt Bedenken zu kultivieren. Es ist die Phase, in der Neuland erschlossen wird. Es darf kreatives Chaos entstehen.
Zu viel davon: Wir fangen ständig - gern auch beliebiges - Neues an, ohne es zu einem relevanten nächsten Schritt oder zu Ende zu bringen. Wir verzetteln und verausgaben uns dabei. Unser Fokus liegt auf Geschäftigkeit. So landen wir im Hamsterrad. Im blinden Aktionismus wollen wir auf alles einwirken, alles selbst machen, alles kontrollieren. Das Leben, Zufälle und Glück, haben keine Chance mitzuwirken. Das ist eine der oben erwähnten Varianten.
Der Sommer symbolisiert die Phase des Ankommens auf einem neuen Entwicklungslevel. Hier geht es darum, den Fokus auf das zu richten, was funktioniert bzw. resoniert (vibt) und das voll auszukosten - z.B. indem wir es feiern und nach außen sichtbar machen. Es geht darum, das kreative Chaos zu surfen, das Neuland zu erforschen. Der Energieeinsatz darf leicht heruntergefahren werden (unterstützt durch das Fokussieren) und wir dürfen vom Momentum der vorher angetriebenen Entwicklung profitieren. Wir dürfen den Entwicklungen spielerisch ihr Eigenleben lassen, uns für Überraschungen öffnen und mit ihnen tanzen.
Zu viel davon: Wir hängen entweder zu sehr daran, dass alles ganz leicht und immer schön sein muss. Wir sind zu sehr fixiert auf Erfolg und Ergebnisse, und wollen den Weg dahin nicht in Kauf nehmen. Wir stehen unter permanenten Erfolgsdruck, und verstellen uns dabei in der Öffentlichkeit immer mehr - um das Erfolgsbild zu verkaufen.
Der Herbst steht für die Phase des Erntens und Beendens. Es geht darum, zu verstetigen, was wir bewahren wollen (auch um es später fortzuführen) und im Neuland Inseln des Vertrauens zu schaffen. Es geht darum, die Ernte unserer Entwicklung einzufahren, und als Ressourcen zu nutzen für die folgende Rest & Reset Phase (Winter). Es geht darum, zu bilanzieren, auszuwerten, um daraus während und nach der Ruhe Neues entstehen zu lassen. Es geht darum, unsere Entwicklungen auf einem bestimmten Level ruhen zu lassen - sie nicht weiter voranzutreiben, sie (für eine Zeit) zum Abschluss zu bringen. Wir dürfen die Aufmerksamkeit Stück für Stück nach innen richten und loslassen.
Zu viel davon: Wir verlieren uns im Bilanzieren, Auswerten und Analysieren. Und weil Neues oft ersteinmal noch nicht so gut "abschneidet" wie das Alte oder sich wackelig anfühlt, bergen wir die Früchte unserer Arbeit nicht, sondern nur Verbesserungsideen, Vorhaben und Aufträge - und fallen zurück aufs Alte. Das ist die andere der oben genannten Varianten.
Jede:r von uns hat eine Vorliebe für bestimmte Entwicklungsqualitäten - mit Auswirkungen auf unser eigenes Leben, auf die Menschen, die uns umgeben und das Business, das wir führen. Alles Gute hat, überdosiert, ein Zuviel, das es zu einem Störfaktor werden lässt. Und wovon wir zu wenig tun, führt zu einem Mangel. Auch die ganz eigenen Effekte, die sich nur aus einem Zusammenspiel verschiedener Qualitäten ergeben, gehen verloren - allen voran die Stabilität, die aus einer guten Balance entsteht.
Viele der fancy Loop Frames aus den Innovations- und New Work Schmieden sind darauf fokussiert, Entwicklung konstant aktiv voranzutreiben - weil die Welt sich ja so schnell wandelt. Leider ist das der Weg in die totale Erschöpfung und der Tod von kreativen und innovativen Kräften. Da kann man so viel Yoga machen, Smoothies trinken und Tisch-Kicker spielen, wie man will. Und auch ein ausgiebiger Urlaub bringt da nichts.
Nachhaltige Entwicklung braucht das Zusammenspiel der verschiedenen Qualitäten. Sie müssen nicht wie im echten Jahr gleich lang sein, und sie müssen natürlich auch nicht zu den echten Jahreszeiten stattfinden. Wir können sogar in verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Phasen sein. Wichtig ist nur, dass wir jede Phase - immer wieder - bewusst durchlaufen und gestalten. Das ist die innere Arbeit von Entwicklungs-, Innovations- und Transformationsprozessen.
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Hallo! Ich bin Astrid Kaiser
Coach für wertvollen Wandel von innen heraus
Ich bin an deiner Seite, wenn du ein wesentliches Leben und wertvollen Impact gestalten möchtest - als Führungskraft, als Selbständige*r, als Mensch. Mit Sinn, Kreativität und der Kraft, die innerer Arbeit entspringt - ohne nerviges generisches Success-Mindset und Fake-it-Handeln. Let's do inner work.
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