Der Ausgangs- und Ruhepunkt auf dem Weg deiner Visionen & Ziele ist Innenschau. Dieser Schritt ist nicht Teil der BuJo Methode. Um deinen Zielen Echtheit und Tiefe zu geben, empfehle ich dir dennoch sehr: Bevor du dich aufmachst, um deine Visionen zu schärfen und den Weg dort hin zu planen - tauche einmal in deine Innenwelt ein und spüre nach, wo du gerade stehst in deinem Leben. Spüre verschiedenen Lebensbereichen und Lebensqualitäten nach: wo stehst du gerade (IST)? Wo möchtest du dich im jeweiligen Bereich hin entwickeln (DARF)? Richte dich dabei wirklich nach deinem eigenen Empfinden - nicht nach äußeren Maßstäben oder Idealen.
Ich empfehle dir sehr, nachdem du dein IST und SOLL erspürt hast, tiefer einzutauchen und zu reflektieren, was das für dich bedeutet. Es ist der Stoff, aus dem Visionen, Wünsche und Ziele hervorgehen. Es unterstützt dich auch dabei, deinen Fokus nicht nur auf einen Lebensbereich - die Arbeit - zu legen, sondern ganzheitlicher einzutauchen.
Ich empfehle auch, nicht nur zur Beginn deiner Ziele-Arbeit, sondern regelmäßig im Verlauf des Jahres Check-Ins, Status-Checks und Reflexionen zu nutzen, um deinen Zielen und deinem Weg dahin auf die Spur zu kommen. Diese Status-Checks machen dir nicht nur Fortschritte bewusster. Sie helfen auch dabei, Ziele und Foki zu schärfen - die Wege dorthin stimmiger zu gestalten. Darum scheue dich nicht, nach einem Status Check Visionen, Jahres-, Monats- oder Wochenziele zu verändern, anzupassen - und sich mit dir entwickeln zu lassen.
Erlaube dir DEINE Visionen, Wünsche und Ziele - und schreibe sie auf. Wohin wir uns entwickeln, können wir bewusst und aktiv mitgestalten.
Kommen wir nun zu den wesentlichen Bestandteilen des BuJos - den LOGs. Im Future Log werden wichtige Ziele, Projekte, Aufgaben, Wünsche und Visionen erfasst. Klassisch ist das Future Log bereits in Monate unterteilt. Ich empfehle dir vorher zunächst frei und ohne Zeitplanung deine Ziele, Wünsche und Visionen aufzuschreiben - als Liste, Sketch Note, was immer dir am besten liegt und gefällt. Als Rahmen kannst du ein Jahr, 5 oder 10 Jahre (oder was immer du möchtest) setzen.
Wandel, Wachstum und Entwicklung sind immanente Merkmale des Lebens. Für eine gesunde und erfüllende Entwicklung ist es wichtig, dass wir unseren ganz eigenen Visionen und Wünschen genug Raum geben. Sie entspringen unserem einzigartigen Wesen und kreieren unsere lebendige Wachstumskraft.
Spüre - gern basierend auf dem vorangegangen Check-In einmal nach, welche Visionen & Wünsche dich in der Zukunft rufen. Lass sie vor deinem inneren Auge entstehen: wie sieht es aus, wenn du sie erreicht hast und noch wichtiger - wie fühlt es sich an. Achte dabei darauf, wirklich dir selbst zu zu hören! Schreibe diese Wünsche und Visionen ruhig erst einmal frei heraus auf - fülle ganze Seiten damit. Wähle dann einige aus, die gerade am stimmigsten rufen. Die gerade "dran" sind. Du kannst sie in den folgenden Vorlagen festhalten.
In der BuJo Methode ist von Aufgaben und Zielen die Rede. Das führt oft zu Problemen beim Journaln, weil man im konkreten Fall Ziele und Aufgaben oft nicht so richtig trennen kann. Ich spreche meistens von Zielen, Wünschen und Visionen. Mir kommt es dabei vor allem auf deine innere Bewertung von Zukunftsvorstellungen an.
Eine getrennte Liste von Aufgaben und Zielen, wie es im BuJo vorgeschlagen wird, halte ich für unpraktisch - Aufgabe und Ziel lassen sich eben in der Realität nicht sauber trennen. Auch bei Zielen, Wünschen und Visionen liegt es im Auge der Betrachtenden, um was es sich handelt.
In den Vorlagen verwende ich zugunsten der Übersichtlichkeit die Bezeichnung "FOKUS". Das kann sowohl ein konkretes Ziel sein: z.B. erstes Modul der Weiterbildung abgeschlossen, Konzeptrohbau für XYZ fertig, Schlafzimmer entrümpelt. Genauso kann es auch ein Schwerpunkt sein, der dich deiner Vision, deinem Wunsch oder Ziel näher bringt und auf den du dich fokussieren willst: gesunde Ernährung; Deep Work; Jobrecherchen; Meditieren; Netzwerken usw. Allen gemein ist, dass wir unseren FOKUS auf sie ausrichten. Darum spreche ich gern vom Fokus. In eine Fokusliste kommen Zielen, Wünsche, Aufgaben usw. zusammen, ohne trennscharf definiert sein zu müssen. Im Kern geht es darum, dass wir in die für uns richtige Richtung schauen.
Es gibt noch einen weiteren Fokus, jenseits von Zielen, Wünschen und Visionen, den ich besonders wertvoll finde: die Intention. Sie ist eine innere Ausrichtung darauf, wie wir denken, fühlen, handeln wollen. In meinen Journaling-Vorlagen geht es deshalb immer auch um eine Intention.
Es geht darum, dass wir in die für uns richtige Richtung schauen, uns auf das Richtige zu bewegen, unsere Energie für das Richtige einsetzen. Und das erreichen wir mit Fokus.
Die sogenannten Logs sind die Grundbausteine des Bullet Journals. Es sind die Überrsichtsseiten für deine Ziele. Sie werden in Future Log, Monthly Log und Daily Log unterteilt. Das Future Log habe ich oben schon vorgestellt. In den nächsten Teilen der Anleitung stelle ich die anderen vor.
Zuvor kommen wir jedoch noch zu zwei allgemeinen Rubriken für dein Bujo: Neben den Logs sind Tracker und Listen (Collections) typische Logging-Varianten der Bullet Journaling-Methode.
Die Tracker und Listen gehören oft zu den Elementen, die gern künstlerisch gestaltet werden. Wenn es dir wirklich darum geht, Ziele und Visionen zu erreichen, rate ich davon ab. Die Verzierung des BuJos ist extrem zeitaufwendig. Zeit, die besser in die Umsetzung fließt.
Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, sich mit Doodles o.ä. auch im BuJo künstlerisch auszudrücken. Aber am besten ohne Notwenigkeit. Das BuJo muss auch funktionieren, wenn wir keine Zeit oder Energie für künstlerischen Ausdruck haben. Darum habe ich auch die Vorlagen entwickelt - sie enthalten sehr einfache Tracker und Open Space Seiten für Collections. Einfach für ein paar Monate ausdrucken und fertig.
dienen vor allem dazu, Gewohnheiten oder Zustände zu erfassen. Typische Beispiele sind Tracker für:
Ich rate sehr davon ab, zu viel zu tracken, weil es ablenkt und oft enttäuscht (weil vergessen einzutragen usw.). Die Effekte sind auch übersichtlich. Sinnvoller ist, durch Tracking z.B. eine abwechslungsreiche Bewegungs- oder Self Care-Routine zu etablieren.
dienen dazu, die vielen losen Notizen, die wir so im Alltag ansammeln, sinnvoll zu ordnen - so, dass wir sie auch wirklich nutzen. Typische Beispiele für Collections sind:
Coaching
Parkstraße 108 | 13086 Berlin
Besuch nur mit Termin.
01523 7726306
Bitte hinterlasse eine Sprach- oder Text-Nachricht, dann rufe ich zurück.